Die Bedienung der Wohnraumdachfenster
Wohnraumdachfenster werden vom Dachdecker in oben und unten bedienbare Dachfenster unterschieden. Beide Ausführungen gibt es entweder mit einem einfachen Griff in der Mitte des Fensters oder mit einer über die ganze Fensterbreite gehenden Griffleiste. Bei Kombination dieser Möglichkeiten ergeben sich vier Varianten, die in der Praxis sämtlich vorkommen.
Bei einer Bewertung dieser Möglichkeiten lässt sich feststellen, dass Fenster mit einer Bedienung von oben bequemer zu handhaben sind als Fenster mit Untenbedienung, weil man sich beim Öffnen und Schließen nicht unter die Dachschräge bücken muss. Bei Schwingfenstern scheidet eine Bedienung von unten allein schon deshalb aus, weil der Flügel beim Öffnen des Fensters über den Kopf klappen würde.
Bei Dachfenstern vom Dachdecker eingebaut, die nach außen klappen, ist aus technischen Gründen eine Bedienung von oben nicht möglich. Bei solchen Dachfenstern empfiehlt es sich, etwas kürzere Fenster vom Dachdecker montieren zu lassen, so dass die Fensterunterkante nicht zu weit untern liegt. Dies vermindert zwar den Ausblickkomfort, ist aber vorteilhaft in Bezug auf die Bedienung.
Wenn Möbel oder Arbeitsflächen vor dem Fenster stehen, kommen nur Fenster mit einer Bedienung von oben in Frage, weil man an einen unten angebrachten Griff kaum oder gar nicht herankäme.
Über die ganze Fensterbreite gehende Griffleisten sind zur Bedienung günstiger als in der Mitte angebrachte Öffnungsgriffe. Sie müssen aber so ausgeführt sein, dass man das Fenster an jeder Stelle der Griffleiste mit einer Hand bedienen kann. Die Fenster können dann auch von der Seite her benützt werden, wenn in der Mitte z. B. ein Möbelstück vor dem Fenster steht. Auch bei sehr hoch montieren Fenstern hat eine oben angebrachte Griffleiste viele Vorteile, weil diese sehr einfach auch mit Bedienungsstangen betätigt werden kann.
Mittwoch, 26. Mai 2010
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